Ganz normale Familien...

04. November 2009: 

Seit etwas über einem Jahr lebten Johannes und Sonja nun getrennt; ihr gemeinsamer 5jähriger Sohn Anton wohnte bei Sonja, kam aber jedes zweite Wochenende zu Johannes. Das ging nicht immer reibungslos; hatte sich mit der Zeit, einigen „betreuten Umgängen“ und vielen Gesprächen aber recht gut eingespielt. Jetzt wurde es allerdings wieder schwierig: Johannes hatte sich neu verliebt und wollte mit seiner neuen Freundin Wiebke, die schon zwei Kinder hatte, recht bald zusammenziehen. Sonja hingegen stand der Kopf noch gar nicht nach einer neuen Beziehung: In ihrer knappen Zeit nahm sie an einer „In-Job-Maßnahme“ teil, schrieb Bewerbungen, übte nachmittags mit Anton lesen und schreiben und hatte abends auch noch ihre Mutter zu versorgen, bei der eine „Demenz“ festgestellt wurde. Zu allem Überfluss sprach Johannes jetzt noch von „Patchwork-Familie“: er wollte Anton mit in die neue Beziehung nehmen – und Sonja sehnte sich nach mehr Unterstützung.

Leichter gesagt als getan!
Leichter gesagt als getan!

Johannes wollte seine Vater-Rolle nie aufgeben – darauf hatte er von Anfang an geachtet. Und selbst wenn er nur jedes zweite Wochenende mehr gemeinsame Zeit mit seinem Sohn hatte, so hatte er ihn immer wenn er konnte vom Kindergarten abgeholt oder auch hier und da mal einen Nachmittag mit ihm verbracht. Johannes wusste, dass er Sonja entlasten musste; gerade auch wegen Anton. Früher hatten sie zusammen die „Elternbriefe“ gelesen und sich darüber gewundert, wie hilfreich und treffend Schwierigkeiten in der Erziehung geschildert wurden. Sie hatten auch schöne Zeiten zusammen.
Anton hatte anfangs ganz schön unter der Trennung zu leiden. Er hatte seine Mama und seinen Papa lieb. Und er wollte nicht, dass sie sich trennen. Merkwürdigerweise half ihm der Kindergarten: Er hatte drei Freunde gefunden, Martha, Nils und Gregor. Auch Martha und Nils lebten bei der Mutter und besuchten ihren Vater nur zu den Wochenenden. Und Gregor kannte seine Mutter gar nicht, weil sie früh gestorben war. Das alles war für Anton recht erstaunlich und er entschloss sich mit der Zeit, die Trennung seiner Eltern gar nicht so schlimm zu finden.

 ......haben ganz normale Fragen.

Und wer sagt ihnen, wo man mit seinen Fragen bleiben kann?????
Die Lösung besteht aus zwei Worten:    _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _       _ _ _ _ _ _
Bitte die Lösung senden an info@familiennetz-bremen.de oder auf eine Postkarte schreiben und an das familiennetz bremen, Humboldtstraße 179, 28203 Bremen, senden.
Die ersten fünf Einsender der Lösungsworte bekommen zwei Plakate (DIN A 2) vom familiennetz bremen (siehe Illustration oben).


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